Heute stellte sich mir die Frage, ob ein abhandengekommener Pass, Kamera, Bilder, ... ein Grund sind, sich von einer Klippe in nen Fluss zu stuerzen. Ich kam zu dem Ergebnis: Ja, definitiv.
Aber zuerst die Vorgeschichte, wie es ueberhaupt dazu kam, dass sich mir die Frage stellte. Wegen den Pass musste ich nach Viantine, der Hauptstadt von Laos. Und da es ja nicht nur wichtig ist, dass man ankommt, sondern auch wie man reist, buchte ich einen Kajaktripp anstadt einfach den Bus zu nehmen.
Heute morgen ging es los. 7 Leute und 3 Guids. Ich und 3 Pairchen. Zuerst ging es mit einem Tuk-Tuk einige Kilometer in ein kleines Dorf. Auf dem Weg bekamen wir ordenlich was an Wasser und Farbbomben ab, die hier schon den dritten Tag auf alles und jeden geworfen werden um das Lao-Neujahr zu feiern.
Endlich beim Fluss angekommen, gab es ne kurze Einfuerung, wie man paddelt, ne Schwimmweste und nen Helm fuer die eine Stromschnelle. Es waren 2er Kajaks und ich sass vorne, Ming einer der Guids hinten und der konnte nicht nur ordendlich paddeln, sondern auch noch laotische Lieder singen.
Bei der Stromschnelle blieben alle im Boot und mit fritiertem Reis und Huenerspiessen gestaerkt wurde weiter gepattelt, zum naechsten Highlight. Einem Felsen von dem mann 10m hoch oder tief, wie man es betrachten will ins gruenbraune Wasser springen kann.
Ming ging vor und ausser mir folgten noch die 3 Maenner. Wir waren uns alle einig, dass Ming zuerst springen sollte, was er auch promt tat. Einer von uns sprang bald unbeschadet hinter her. Danach waechselten sich ich und ein duenner Australier mit verdammt vielen Sommersprossen ab, sich an den Sprungplatz zu stellen und hinunter zu schaun. Ich muss zugeben, dass es mich echt voll gefreut hab, als ich bemerkte, dass seine Knie genau so zu zittern anfingen wie meine.
Wir standen beide noch ein paar mal abwechselnt und schauten zitternt in die Tiefe und wir waren uns verdammt einig. Wenn einer springt, dann der andere auch. Tja, nach ... keine Ahnung wie lang, aber sicher sehr lang ... sprang er. Und ich. Naja. Gestand dem anderen, der entschieden hat nicht zu springen: Ich bin eine 27 jaehrige, alleinreisende Singlefrau und ich hab definitiv vor Beziehungen mehr Angst als davon da runter zu springen.
Ich sprang, sobald der Australier am Ufer sass. Zuerst hab ich noch die Felsformationen und die Vegetation am anderen Ufer bewundert. Dann hab ich runtergeschaut und meine Knie zitterten wieder.
Dann bin ich gesrpungen. ... und gefallen ... laut geschrien ... noch immer am fallen ... PLATSCH ... autsch ... so fuehlt es sich also an, wenn die Bekinihose vom Aufprall nach oben gezugen wird ...
Nach dem ich mich zitternd auf einem Felsen gerettet hatte, lachte ich ungefaehr 10 min einfach laut vor mich hin. Sch* Geil *gg*
Einer meiner Kletterkollegen in Vang Vieng wurde gefragt, was er den von Drogen haelt und er antwortete: Am Leben zu sein ist genug "High" fuer mich. ... Kann nur sagen: Jup :)
![]() |
| Laos - Kanutripp von Vang Vieng nach Vientiane |


Super, Papa
AntwortenLöschen