Sonntag, 5. April 2009

Luang Prabang

02.04.2009, Laos, Luang Prabang

Luang Prabang

Es ist schon 9 und ich sitz vor meinem Guest House am Ufer des Mekong Flusses. Von emsigen Haemmern, Klopfen, Saegen und Schleifen abgesehen, macht die Stadt noch einen sehr verschlafenen Eindruck und das obwohl die Restaurants und Bars schon um Mitternacht schliessen.

Das Guest House macht eigendlich einen sauberen Eindruck und nach Kroeten und Spinnen bin ich ja so einiges gewohnt, aber als mir gestern eine Kakalake gute nacht wuenschte und mich heute morgen eine daumennagelgrosse Ameise gegruesste, ueberkam mich der Wunsch, weiter zu ziehen. Daran aendert auch der gute Laokaffee, eine pechschwarze Bruehe, die etwas an Motoroel erinert, nichts.

03.04.2009, Laos, Luang Prabang

Stadtspaziergang

Gestern traf ich beim Fruestueck zwei Maedels aus Deutschland, die mit uns auf dem Boot waren. Sie machten noch einen Stadtrundgang bevor fuer die Beiden am Nachmittag die Reise weiter ging und ich haengte mich einfach drann.

Vat Xieng Thono

Der Weg fuehrte entlang des Mekongflusses zum ersten Tempel, den ich in Laos besichtigte. Vat Xieng Thono. Ein mittelgrosser Tempel, der mit seinen in schwarz und gold gehaltenen Design bezauberte. Im inneren glaenzte ein majestaetischer stehender Budda entgegen und von draussen kamen die Trommenschlaege der Moenche, die des Trommelns seit den fruehen Morgenstunden nicht muede zu werden scheinen.

Vat Thammo Thagnaram

Der groeste Tempel von Luang Prabang ist auf einem Huegel erbaut, der einen beeindruckenden Ausblick ueber den Fluss, die in der ferne liegenden Berge und die Stadt gewaehrt.

Als wir die ersten Stufen hinauf erklommen, fielen bereits die ersten Regentropfen, und der Wind war noch kuehler geworden. Zu kuehl fuer ein aermelloses T-shirt.

Die erste goldene Buddastatue sass im Lotussitz auf einem grauen schroffen Felsen und ueber ihr wachte eine auf den Stein gemalte gigantische Kobra. Nach bezahlen des Eintritts folgte fuer jeden Wochentag eine Statue.

Der Regen hielt sich noch lange genug zurueck, um auf dem Huegel ein paar Fotos von der grandiosen Aussicht zu machen. Dann schuettete es in stroemen und wir fanden im Tempel vor dem peitschenden Wind und wirklich nassen Regenwasser zuflucht.

Abends

Abends ging ich wie tags zuvor auf den Nachtmarkt um etwas zu essen. Auf dem Nachtmarkt in Luang Prabang gibt es allerlei Tuecher, Seidenschalds, Roecke, Shirts und Hosen im traditionellen Stiel, wunderschoene Schuesseln aus Holz, handgemachte Stofftiere, Schmuck usw. ... und vorallem viele Staende die genau das gleiche haben, wie der Stand daneben. Und fuer jedes Stueck veringert sich der Preis, sobald man weiter gehen will.

Beim Essen kam ich mit zwei anderen Reisenden ins Gespraech. Unteranderem einen Australier, der auch einen Kletterkurs in Vang Vieng machen will und ein paar Bier spaeter war es halb eins. Ich bin am Heimweg natuerlich an meinem Guesthouse vorbeigelaufen und unweit von meinem rief mir Barbara, die ich von Pai kannte, von ihrem Balkon entgegen. Die ca 500m von ihrer Unterkunft zu meiner sollten nochmal eine Stunde dauern.

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