Nachdem ich gestern bei der Botschaft war, bin ich wie so oft einfach spazieren geganden und gemuetlich und ziellos durch die Stadt geschlaendert und das Ufer des Mekongflusses inspiziert.
Mekong Fluss, Sandburgen und ein junger Moench
Es ist gerade Trockenzeit und der Wasserstand ist extrem niedrig. Wo sich in der Regenzeit Fluten hinunter stuerzen sind jetzt Sandduenen auf denen man spazieren kann. Und als ich so dahinspazierte entdeckte ich einen ganzen Haufen kegelfoermiger Sandburgen in denen bunte Fahnen steckten und rund herum eine Menschenansammlung und einige trugen die leuchtend organge Moenchsrobe.
Ich bin also hin und ehe ich mich versach drueckte mir ein junger Moench einen Bund kleiner Faehnchen in die Hand, die ich in die Kegelsandburgen steckte. Um mir ganz genau zu erklaeren was die Burgen zu bedeuten haben, reichte sein Englisch leider nicht. Die Burgen werden Stubas genannt und haben mit dem Neujahr und Budda zu tun.
Wir unterhielten uns eine ganze Weile. Novice Yad ist 19, geboren in Laos und lebt zur Zeit in einem Thailaendischen Kloster und will dort studieren. Ein sehr kommunikativer, freundlicher und aufgeschlossener junger Mann, der gern ueber den Alltag als Moench plauscht, aber auch den Wunsch aeusserte das Kloster zum studieren zu verlassen und dass er recht schuechtern mit Maedchen sei. *g*.
Da er nach dem Mittagessen nichts mehr isst, konnte ich ihn nur auf ein Wasser einladen. Er zeichnete fuer mich ein Bild von Budda in den Sand und sprach gern von seiner Familie und als ich zurueck ins Guesthaus wollte, begleitete er mich bis zur Tuer. Einfach total nett.
Sonnenuntergang am Ufer des Mekongs
Der Sonnenuntergang gestern war einfach gewaltig. Die untergehende Sonne spiegelte sich im Wasser des Flusses und zeichnete einen langen goldigen breiten Streifen in das gruenbraune Wasser. Die Wolken faerbten sich in satten orange und knalligen pink. Und als waere das nicht schon schoen genug, wurden auf den Stubas auch noch kleine Kerzen angezuenden. Beruehrend.
Und dann ...
Und dann fragte ich mich wie es dazu kam, dass ich auf kleinen Standflaechen, die hinten auf einen Fahrad montiert wurden stand, waehrend der Fahrer auf der unasphaltierten Strasse hin und her wackelte und dabei Mundharmonika spielte.
Und das geschah so:
Der Fahrer war mein Zimmerkollege, auf dem ich auf der Suche nach einem richtig guenstigen Zimmer gestossen bin. Joseph, ein langhariger Brite, der hier auf freiwilliger Basis Musik und Kunst unterrichtet empfahl gerade einem Paaerchen mit dem ich die Kajaktur gemacht hat ein Hotel, wir kamen ins Gespraech und bald darauf hatte ich die Haelfte von einem Twinbedroom.
Wir trafen im Guesthaus wieder auf einander und auf der Suche nach einer Abendgestalltung versuchte ich mich eben auf dieser Seltsamen Fahrradkonstruktion als Beifahrer :)
Spaeter trafen wir noch zwei Kanadierrinnen die gerade von Australien hergeflogen waren und es wurde noch ein langer lustiger Abend.
last days
vor 16 Jahren

Liebe Gerlinde!
AntwortenLöschenEs hat sich ja einiges Getan, viele schoene Begegnungen und Eindruecke konntest Du sammeln. Ich freue mich immer auf Deine Posts, weiter so. Sehr aergerlich, dass dein Rucksack mit Wertsachen etc. gestohlen wurde; ein muehsamer Weg sich Papiere zu beschaffen. Mit dem 10 m Sprung wurde wohl ein ganzer Hormoncocktail ausgeloest - aber am Ende hat Dir das Erlebnis offensichtlich gutgetan, da ein nicht enden wollendes Lachen die Folge war. Hochachtung, haette mich auf Grund der Schilderungen nie getraut zu springen. Liebe Gruesse Helga & Ali