03.03.2009 Pattaya
Gestern war es endlich so weit. Auf zum Wrack. Dank des Abends davor trotz Zurueckhaltung mit leichtem Kater und Schnupfen.
Am Ankerpunkt fuer das Schiff herrschte eine starke Stroemung und die 3 Meter zur Boje zu schwimmen war eine echte Herrausvorderung. Ich war so nervoes, das ich gleich mal ueber meine Flossen stolperte. Ich hab es ganz gut zur Boje geschafft an der das Seil zum Wrack hinunter befestigt war. Doch als es ans abtauchen, sprich ans am Seil entlang hinunter handeln ging, stellte ich mit verdutztem Gesicht fest, dass ich es nicht unter die Wasseroberflaeche schaffte. Ich trieb immer nach oben. Der Tauchleiter war schon ein Stueck unten und auf mein ratloses Deuten hin stellte Rodny, der sich nach mir am Seil hinunter vortasten sollte fest, dass ich meinen Weightbelt, also den Guertel mit den Gewichten verloren hatte. Sch***
Also zurueck auf das Boot. Neuer Guertel drauf. Bitte Warten. Ahhh ....
Und dann wieder ins Wasser mit der starken Stroemung. Ich hab es zwar geschafft, aber ein paar Angelschnuere verraeumt, die die Leute an Board, die einfach nur fischen wollten schon ausgeworfen hatten. Koennt ich euch das vorstellen? Ich im Taucheranzug, mich an ein Seil klammernt, eingewickelt in ein paar Angelschnuere. Tja. Hoppala.
Beim Abtauchen sah man einen Sturm aus trueben Wasser und Plankton entgegen und mein rechtes Ohr teilte mir seine Meinung ueber den Tauchgang staendig pfeifender Weise mit. Nen Meter runter, Ohr zugefallen, also wieder einen halben Meter rauf ...
So ab 24 oder 25 m tritt gelegendlich ein Tiefenrausch auf, der so aehnlich sein soll, wie wenn man betrunken ist. Dann geht man einfach etwas hoeher und vorbei ist der Spuk. Um das Festzustellen stellte und der Tauchlehrer Rechenaufgaben, die er mit den Fingern deutete und deren Loesung wir zurueck deuten mussten. 7x8 ... 56 ... ich glaub, ich hab jetzt grad laenger als Unterwasser gebraucht.
Das Wrack kam lansam aus dem trueben Wasser zum Vorschein. Im Inneren des Schiffs herrschte kaum Stroemung und es ist einfach der Wahnsinn, wie viele Fische sich dort tummeln. ich stand an Deck eines versunkenen Schiffes mitten in einem riesigen Schwarm silbrig glaenzender Baracudas. Die Schiffswaende und Balken wurden von Korallen und Muscheln als neuer Lebensraum besiedelt und ichsah zu, wie miene Luftblasen an bewachsenen Querbalken vorbei, zwischen den Fischen durch, nach oben verschwanden. Wo einst Kanonen standen tummelte sich nun im spaerlichen Licht der durchs Wasser dringenden Sonnenstrahlen ein Schwarm kleiner Neonblauer Fische, die sich uns Tauchern gegenueber sehr unbeeindruckt zeigten. Einfach fantastisch, was aus einem versunkenen Kriegsschiff (Wreck Kud) wird.
Die 40 Minuten unter Wasser vergingen unglaublich schlell. Mir kam es vor, als seien es nur 5 gewesen. An Board legte ich mich einfach hin, beobachtete einen vom schaukeln des Schiffs hin und her rollenden Wassertropfen und war gluecklich.
Fuer den Rest des Tages pfiff mir mein Ohr etwas vor und der Ausschlag den ich auf Koh Tao hatte, meldete sich zurueck. Is wirklich das Meerwasser.
last days
vor 16 Jahren

So eine Erfahrung: einfach super papa
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