Mo, 02.03.2009, Pattaya
Ueberraschungen
Ich fand noch am Abend meiner Ankunft (28.02.2009), eine Tauchschule die Wreck Diving anbot und erstand von einer netten Thai-Dame die nur ausserst bruechig Englisch sprach zwei Tauchgaenge um 1500 was mir etwas seltsam vorkamm, weil die sonst ueberall mit 3000 angeschrieben waren, aber sie meinte das ist ok. ... Das war ja schnell und einfach, dachte ich ... dachte ich.
Als am naechsten Tag das von der Tauchschule gestellte Taxi nicht zur rechten Zeit auftauchte, verspuehrte ich ein leichtes Unbehagen. Als dort am Telefon niemand abhob, steigerste sich das Gefuehl zu einem leichten, ganz dezenten Aerger der mich dazu veranlasste, die 5 min zu Fuss zur Tauchschule zu laufen und dem immer freundlichen "Where are you going" von einem Mopettaxifahrer mit "Killing somebody" zu antworten. Darauf folgte betretenes Schweigen.
Bei der Tauchschule warteten noch einige Ueberraschungen auf mich, aber zuerst gab es mal einige Entschuldigungen ... das Taxi nur ganz wenig zu spaet ... so nah .... letzte .. bla bla ... sorry, sorry. Telefon wird gerade verlegt und funktioniert deshalb nicht ... bla bla ... sorry sorry ....
Jaja, schon gut.
Als naechstes wurde mir von DJ, dem Leiter der Tauchschule eroeffnet, dass die 1500 nur die Anzahlung waren. Da half auch nicht protestierend auf die Unterschriebene Rechnung fuer 2 Wreck Dives um 1500 zu deuten. ... Ganz neue Mitarbeiterin ... Kennt sich noch nicht aus ...
Sie sagte etwa 100 mal sorry und ich nicht ganz so oft "Ok. Im just annoied because ..." Naja. Shit happens und ich will das Wrack sehen, also den Rest geloent (stand auch im Internet das es 3000 kostet) und rauf auf das Boot.
Hinunter, aber kein Wrack I
Der erste Tauchgang war fuer mich ueberraschend entspannt. Mit dem Wissen, das ich unterwasser nicht mehr so Dinge, wie die Brille abnehmen oder das Athemgeraet aus dem Mund nehmen muss, hat sich auch die dezente Panik die mich bei den vorherigen Tauchgaengen begleitet hat, verfluechtigt.
Sonst gibtsnicht viel zu sagen. Oben Wasser. Unten Wasser. Links Wasser. Rechts Wasser. Aber dieses Mal truebes. Ich sah Fische undhab ne Koralle angefasst, die darauf hin ihre Farbe geaendert hat.
Hinunter, aber kein Wrack II
Das Essen an Bord war echt Spitze. Diese Tatsache konnte meine Laune aber nur unwesentlich beeinflussen, als ich erfuhr, dass auch der 2. Tauchgang nicht zu einem Wrack fuehren wuerde, und dass ich zu dem Wrack min meiner Lizens gar nicht tauchen koennte, da es auf 30 m liegt, und ich nur bis 18m fuer absauficher erklaert wurde.
Sagen wir mal der Aerger schlug in ein "Hilft eh nix, mach das beste draus" um und ab in die Tiefe. Am zweiten Tauchpunkt gab es eine starke Stroemung und das Boot setzte uns am oberen Ende der Insel ab, um uns dann 40 min spaeter am unteren Ende wieder aufzulesen. Man schwimmt nicht und bewegt sich trozdem und zwar an beachtlichen Korallenformationen, bunten Fischschwaermen und allerlei seltsamen Unterwasserlandschaften vorbei.
Und da war sie. Majestaetisch entspannt auf einem Felsen sitzend, voellig gleichgueltig, dass sie gerade von 5 Tauchern gaffend und staunend umrichgt unf fotographiert wird. Einie riesige Meeresschildkroete. Ich Panzer war groesser als mein Brustkorb. Ich fand sie einfach nur wunderschoen.
Also doch
Beglueckt von der Begegnung zurueck an Bord wurde mir trots wind und schweren Regenwolken auch gleich wieder sonnig zumute. Gut, das Wrack liegt auf 30 m, und sie koennen einen Taucher, der gerade mal den Kurs gemacht hat nicht runter lassen, aber ... ja und geht schon ... bla bla ... meinte der Tauchschulleiter.
Einer seiner Assistenten fragte spaeter, bo ich den "Advanced Open Water Diver" machen wuerde und als ich verneinte, meinte er: Schade, es ist echt cool. Aber der war am naechsten Tag nicht da und ich buchte fuer heute (also gestern) noch einen Tag. Dieses Mal bei jemanden mit Englisch als Muttersprache, der mir glaubhaft versicherte, das ich das Wrack zu sehen bekomm.
Leute, Leute, Leute
Ich weiss nicht, ob es an meiner Person liegt, oder ob es wirlich so vieleen so scheint, aber mir erzaehlen fuer meinen Geschmack verdammt viele Leute, dass es hier in Thailand immer verrueckter und schlimmer wird. Da waren die Masseurin auf Koh Phan Ngan, Fritz, der Deutsche in Pranchuap Khiri Khan und der Inhaber des Guesthouses dort, sowie auch unser Tauchleiter hier. Sein Stein des Anstosses war, dass zwei Russen (wahrscheinlich ein Ehepaar) mit Harpunen tauchen gingen. Es half auch sein Hinweis, dass das gegen das Gesetz sei nicht. Da sprudelte er drauf los, dass hier alles ausser Kontrolle geraet. Das Bauen (hier gibt es verdammt viele Wolkenkratzer), das Fischen, die Prostitution und ueberhaupt und heuer sei es besonders schlimm.
Von den drei anderen mit denen ich getaucht bin, bin ich mit zwei etwas naeher ins Gespraech gekommen. Rodny, ein US-Soldat, der zwei Jahre in Afganistan stationiert war und gestern seinen letzten Tag in Thailand verbrachte, um dann in Dubai seien Pass zu erneuern und nach Afganistan zurueck zu kehren. Und Daniel. Einen recht durchgeknallten Australier. Mit den Beiden bin ich Abends nach dem Sonntags-BBQ der Tauchschule noch ausgegangen. Aber das ist Andere Geschichte.
Die Harpunenfischende Russin warmir bis auf die Harpune recht sympatisch. Sie lernte gerade Englisch und wir gingen ein paar Saetze (vor stellen, was zum Essen bestellen und Familie beschreiben) gemeinsam durch. Simpelster Smalltalk mit Lerneffekt und recht unterhaltsam.
Und da war noch Mario. Mario gehoerte auch zur Tauschule und war Italiaener. Ich moecht ja nicht mit Klischees um mich schmeissen, aber der hat "typisch italienischer Mann" wirklich verdient. Puh, hat der gebaggert. Laut DJ hab ich sein Herz gebrochen, weil er abgeblizt ist. Ich bin sicher, er hat eine halbe Stunde echt gelitten. Fand es recht amuessant.
Fortsetzung folgt ...
last days
vor 16 Jahren

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