Freitag, 27. Februar 2009

Pranchuap Khiri Khan

26.02.2009, Pranchuap Khiri Khan

Die Umgebung

Mein Domiziel liegt direkt am Strand, wenn man von einer Strasse dazwischen absieht. Der STrand ist ewig lang. 8km konnte ich einer Tafel entnehmen und gestern bin ich den Strand barfuss entlang gelaufen. Der Strand hier ist zwar lang und der Sand weich, aber auch irgenwie dreckig. Nicht ganz so dreckig, wie an manchen Stellen in Sueditalien, aber dreckig. Man ne Flasche, mal ein Plastiksackerl und sehr viele Stuecke von Fischernetzen, sowie angeknabberte Fruechte und Kokusnuesse. Auch das Meer hat zuem strahlenden Tuerkies einen Braunstich bekommen. Ein paar km suedlich ragt eine Landzunge mit Bergen drauf is Meer. Dort liegen sehr viele kleine Fischerboote vor Anker.

Beim Erkunden der Umgebung entdeckte ich einen Park mit Baemen auf denen ein kleiner Affe turnte und ein Baumhaus. Die Konstruktion sah mir leider zu wacklich zum Draufklettern aus. Der Boden war sandig und im Sand lagen neben den Baeumen ein paar grosse zerklueftete Felsen. Schoen, aber nicht sonderlich spannend wenn man hier mal ne zeitlang unterwegs ist.

Der Schaedel

In einem der Felsen entdeckte ich jedoch etwas sehr interressantes. Es ist nicht so, dass ich so was noch nie gesehen haette, aber es mach doch einen gewaltigen Unterschied, ab man so was in einem Museum hinter Glas oder doch so direkt vor einem liegen sieht. Schauderlich und faszinierend zu gleich. In einer kleinen Spalte lag ein Affenschaedel. Ich betrachtete ihn von allen Seiten und haderte eine Zeit lang, ob ich damit jetzt nicht irgendwelche boesen Geister beschwoeren wuerde. Dann drehte ich ihn schliesslich doch so, dass er in die Kamera blickte und machte ein Foto.

26.02.2009, Pranchuap Khiri Khan

Fahrrad fahren

Die Dame des Hauses hat mir tatsaechlich ein Fahrrad besorgy und Fritz, ein aelterer Deutscher, der schon die halbe Welt berreist hat, nahm mich zum nahe gelegenen Militaerstrand mit. Schoen. Ich hab mich dort nicht sonderlich wohl gefuelt und bin zurueck in die Stradt. Ich dachte ja Fahrrad Fahren ist das Synonyn fuer etwas, das man nicht verlernt. Dachte ich. Naja, zu meiner Verdeitigung. Die Thais fahren auf der falschen Strassenseite und ich muss gestehen, ich war immer wieder kurz als Geisterfahrer unterwegs.

Suesses

Suessen und mein Verdauunssystem sind ja nach wie vor nicht die besten Freunde. Ich haette da noch eine Fruktoseintolleranz abzugeben. Ich hab angfaenglich echt viel damit abgenommen, also wer will, wer mag?
Auf alle Faelle hab ich am Markt etwas endeckt, dass ich noch nicht probiert hatte. Irgenetwas das in einem Bambusrohr vor sich hin koechelte. Das Teufelchen auf meiner rechten Schulter wollte das unbedingt probieren und Engelchen auf der anderen hatte auch Hunger.
Fuer ganze 10 Bath (ca 20 cent) erhielt ich so ein Leckerli. Suesser Kokusmilchreis im Bambusrohr. Lecker.

Ne nette Begegnung

Wenn schon suendigen, dann wehnigstens im Sitzen. Und so nahm ich auf einer kleinen Steinbank platz. Hinter mir koepften gerade ein paar Frauen tote Huener, daneben hatte jemand einen Kleidungsstand und gegenueber verkaufte jemand Fruechte. Ich war so mit meinem Milchreis beschaeftigt, das ich zuerst gar nicht wahrnahm, das die BAnk eigendlich schon besetzt war. Unter der Bank kauerte angebunden eine Affendame mit pink lackierten Fingernaegeln. Sie turnte um mich herum und das Stueck Milchreis das ich ihr anbot verschmaete sie. Mir viel nichts besseres ein als die Affendame nachzuaeffen und wenig spaeter kraulte ich ihren Ruecken. Wir hielten Haendchen und sie umarmte mich. Am Abend kaufte ich mir Flohschampoo.

27.02.2009, Pranchuap Khiri Khan

Im Wald

Ich bin heut schon mit so einer richtig melancholischen Stimmung aufgewacht und hab beschlossen mir den in Fahrrad Reichweite gelegenen Nationalpark naeher anzusehen. Einige huebsche Pflanzen mit Schildchen davor und ein schmaler Trampelpfad ins Gebuesch rein. Ich bin den Weg entlang und hab mich an nem Seil ein paar steile Stellen hinauf gezogen und mich dann wieder zur Kueste hinunter gehandelt. Ich war ganz allein dort unterwegs. Leere Platikflaschen und der gute Zustand des Weges zeugten war von Regelmaessigen Besuchern, aber heute Vormittag schien niemand dort unterwegs zu sein. Und dann hab ich mich einfach auf nen Baum gesetzt und geheult. Einfach so. Weil's traurig ist.
Die, die mich kennen wissen, das ich sicher kein Mensch bin, der zum Lachen in den Keller geht, aber ich geh zum heulen in den Wald. Immer schon. Nicht jedes mal, aber immer wieder mal. Keine Ahnung warum. Vielleicht mal zu oft "Psssss" gehoert, anstatt "Lass es raus". Vielleicht auch nicht. Und als ich fertig geheult hatte, war mir schrecklich Langweilig. Ich meine, exotische Pflanzen, Kletterseile, Meer, Felsen ... Langweilig. Tja, und dann wurde ich wuetend, weil mir langweilig war. Und zwar auf meine Familie. Es war immer ganz bloed zuzugegeben, dass einen langweilig war. Dann hies es naemlich gleich tu dies und du das, aber nie was lustiges. Jetzt bin ich natuerlich nicht mehr wuetend, aber ich muss echt noch mal loswerden, dass es zwischenzeitlich echt sch* war.

3 Kommentare:

  1. Hei liebe Gerlinde mir ist zum Glück nicht langweilig und ich darf trotzdem Spaß haben. Nachdem du die Geisterfahrt überlebt hast wirst du bestimmt zu Hause auch mit einem Fahrzeug unterwegs sein. Hast du schon gefallen am Motorrad fahren gefuden? Beim Essen muss man leider zu Hause und auch in der Ferne Erfahrung sammeln. Was auch immer du brauchst. Ganz nach deinen Gedanken, Worten und Taten. Trotz allem beneiden wir dich ein wenig um die Erlebnisse in der weiten Welt. Auch bei uns zu Hause ist eigentlich zur Zeit immer etwas Neues los. Es kommt keine langeweile auf. Der Frühling meldet sich bereits zaghaft. Heute war es im Aute erstmals so richtig warm von der Sonne. Die ersten Frühlingsboten melden sich bereits kräftig an wie Narzissen und Tulpen. Wir grüßen und umarmen dich. Dein Papa und deine ganze Familie.

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  2. Hei Gerlinde! Wir wünschen dir einen schönen Sonntag. Rosa ist gerade bei mir und erkundigt sich wie Kommentare veröffentlicht werden können. Hubert, Mariette, Rosa. L.g.

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  3. Hi! Freut mich zu hoeren. Ich hab in den letzten Tagen so viel erlebt, dass ich gar nicht mit den Schreiben nachkomm. Aber Infos folgen ...

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