Mittwoch, 25. Februar 2009

Moving on ...

Do, 24.02.2009, Pranchuap Khiri Kahn

Ich wollte eigendlich schon von Chumpon aus allein weiter ziehen, aber unsere Zielwahl ergab, dass ich doch noch gemeinsam mit Carina und Demian im Bus Richtung Bangkok ueber Hua Hin sass. Dort wollte ich erst auch hin, aber ein kurzes Gespraech mit einem Kanadischen Paearchen aenderte meine Destination. Ich sprang schon etwa 100km weiter Suedlich aud dem klimatisierten, schonen, neuen , oeffentlichen Bus mit Fernseher vorne drinnen raus und stand so gegen 10h nachts an einer Haltestelle neben der Autobahn.
Dort sassen einige Maenner rum, die uns ein Mopettaxi in die Stadt anboten, aber mit den schweren Rucksaecken sah das nicht so einladend aus. Ausserdem wollten wir uns zu dritt ein normales Taxi teilen. Wir versuchten er noch bei einer nahegelegenen Tankstelle, aber denkste. Kein Taxi. Nur Mopets.

Und das Beste kommt noch. Dank dem harten Verhandlungen der beiden fuhren sie uns 3 mit 2 Mopets zu den etwa 4 km entfernten Hotel, zudem die Kanadier wollten.

Das muesst ihr euch vorstellen. Ein Fahrer nahm den Rucksack der Kanidierin vor die Brust, dann sass sie auf dem Skooter, dann ich und ich hatte wieder einen Rucksack am Ruecken. Ich hab die ganze Fahrt gebetet und unbeschadet ueberstanden.

Die Zimmer im Hotel waren relativ teuer und wir sahen uns och ein paar andere an. Das dritte Guesthose hatte es mir angetan. Fuer Thailaendische Verhaeltnisse riesige Bungalows mit einem Doppelbett und nochmal einer ebenso breiten Matratze am Boden, kleines Bad mit normalen Klo und kalter Dusche. Die Waende bestehen aus geflochtenen Bambusmatten und sind ordenlich gewellt. Das Dach ist mit Stroh oder Schilf oder so gedeckt und der charmante Holzfussboden windschief. Licht spendet eine nackte Neonroehre um die zarte Spinnweben einen Lampenschirm bilden.

Ich bin sofort gebliegen. Die Kanadier gingen doch ins Hotel mit Klimaanlage und geraden Waenden. Ein tolles Gefuehl zum ersten mal seit meiner Abreise wieder einen Schlafplatz nur fuer mich zu haben. Und noch dazu so einen grossen.

Von der Ferne erklingen Tempelgesaenge und Marktgerausche, im Nebenbungalow diskutiert ein Fernseher, die Grillen zirpen und fuehl mich richtig zu hause.

Ich hab mir dann das Buch geschnappt, das mir Sabine zu Weihnachten geschenkt hat und in das meine Familie, meine Freunde und all die lieben Bekannten, die auf meiner Abschiedsfeier waren, geschrieben haben, geschnappt und durchgeblaettert und jeden einzellenen Eintrag, wie schon oefters auf meiner Reise gelesen.

Und dieses Mal habe ich wirklich "La Le Lu" gesummt, wie Helga geschrieben hat und "I'm from Austria" gesungen, dessen Text mir meine heissgeliebte Brunchrunde reingeschrieben hat.

Ich denk an euch!

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