Es ist gerade mal halb neun und ich bin zu einem abgelegenen STrandstueck geklettert. Ich sitz auf einem Handtuch im noch kuehlen Sand und lausche der Umgebung. Zu dem sanften ruhigen Plaetschern und Rauschen des Meeres von vorne gesellt sich unterschiedlichstes Vogelgezwitscher aus dem Palmenwald hinter mir. Manche Voegel pfeifen froehlich, andere scheinen aufgeregt zu schnattern und wieder andere untermalen die Geraeuschkulisse mit fast wehklagenden Rufen.
Vor mir sind die roten Wurzeln der Palmen im Sand zu sehen, die wohl die Flut freigespuelt hat. Hinter mir springen kleine Kreaturen von Palme zu Palme, die wie eine Mischung aus Maus und Eichhoernchen aussehen. Im Sand liegen aufgebrochene und auch noch ganze zum Teil vertrocknete Kokosnuesse und dazwischen spaerlich aber all gegenwertig Spuren von Menschen, die schon laengst wieder weg sind. Hier ein tuerkisgruenes Plastigsackerl, dort eine gelbe Chipspackung undhier und da eine leer Flasche.
Es ist noch etwas dunstig und dort wo der Himmel das Meer beruehrt ist er truebe hellgrau, waerend er ueber mir blitz blau ist. Das seichte Wasser schimmert smaraktgruen und die ersten Sonnenstrahlen, die es bis ans Wasser schaffen glitzern auf den Wellen. Gerade ist ein Fisch ganz nah am Ufer aus dem Wasser getaucht.
Der einzige Mensch der ausser mir um diese Zeit auf dem Strand ist, ist ein aelterer Mann mit schwarzen, zu einem Pferdeschwanz zu sammengebundenen Haaren und grauem Vollbart, der sich gerade die Arme weit ausbreitend, am Ufer stehend die Sonne auf die Brust scheinen laesst.

Meine Güte Gerlinde,
AntwortenLöschenwo hast Du so schreiben gelernt? es ist 10 minuten vor 6 uhr in der früh, selbst bin ich noch immer in Gedanken an unseren Auftritt am Mittwoch, da les ich deinen Blogartikel. Mir ist selber richtig warm geworden beim Lesen ... Weiterhin alles Gute und bittebitte weiterschreiben!
Martin
Wow, danke :)
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