04.02.2009 12:00, Kanchanaburi
Ich waer selbst kaum auf die Idee gekommen diese Attraktion zu besuchen, aber der Tiger Tempel war der eigendliche Grund, warum Alysha und ihre Freundinnen nach Kanchanaburi gekommen sind. Sie haben dafuer extra ihre Zugtickes umgetauscht, weil es sich vorgestern nicht mehr ausging. Ich genoss ihre Gesellschaft und war neugierig, also bin ich hin.
Puh! Was soll ich schreiben?
Wir sind in das Gelaende rein und uns kam gleich mal ein kleines Reh (oder so was aehnliches) entgegen. Das war so zahm, dass es sich fast streicheln lies. Ausserdem liefen dort wunderscoene Pfauen, praechtige Haehne und Bueffel mit eindrucksvollen Hoernern rum .
So weit so gut.
Dann kamen wir zur - aehhh - Tieger-Streichel-Abfertigungsstation trifft es wohl am besten. Gut 10 Tieger, die mit Ketten um den Hals nieder gebunden waren lagen apatisch rum. Neben jedem Tieger stand ein Guide im rose T-Shirt. Man konnte sich in eine lange Schlange einordnen, um dann jeden Tieger geschaetzte 20 sec betaschen zu koennen waehrend ein Guide davon ein Foto macht.
Ich hab es getan und es war weder fuer mich noch fuer die Tieger ein erhebendes Gefuehl. Ich war einfach traurig hier die Tieger so niedergekettet zu sehen um sich von 1000enden Touristen Tag fuer Tag betatschen zu lassen.
Ein Mittourist aus Bregenz erzaehlte mir, dass es damit begann, das der oberste Moench einen verletzten Tieger gesund pflegte und seit eine Doku darueber gedreht wurde, kamen immer mehr Tiere dazu und es wurde zu einer echten Touristenattraktion.
Gut. Es sind Moenche, die fuer die Tiere sorgen und sie sicher gut behandeln. Das Aber das bei mir mitschwingt, spar ich mir jetzt einfach mal.
Alysha, Claire und Luise waren uebergluecklich und sprachen davon die Tiegerfotos in ihr Facebook-Profil zu stellen. Naja. Sollt ich irgenwo die Option finden Facebook von Thai auf English umzustellen, hab ich auch ein neues Profilfoto. Nicht mit nem angeketteten Tieger, sondern mit nem frei rumlaufenden Kamel.
last days
vor 16 Jahren

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